Klandestin und wohlfeil

War­um kann ich mir man­ches nicht mer­ken? Selbst wenn ich ge­nau weiß, dass ich es schon dut­zend­fach nach­ge­schla­gen ha­ben. Wie kann das sein?

Die Wor­te “klan­des­tin” und “wohl­feil” in der Über­schrift ste­hen sinn­bild­lich für ein Phä­no­men. Es gibt eine Rei­he von Be­grif­fen, die ich häu­fi­ger nach­schla­gen muss, alle paar Mo­na­te wie­der. Es fing im Eng­lisch­un­ter­richt an und setzt sich bis heu­te fort. Über­le­gen, su­chen, fin­den – und wie­der vergessen.

Das nervt. Als je­mand, der ger­ne schreibt und Wis­sen an an­de­re ver­teilt, kann ich das kaum ver­k­nu­sen. Und auch bei an­de­ren Sa­chen ist es so: Die Ein­woh­ner­zahl von Frank­reich, der ak­tu­el­le Mi­nis­ter­prä­si­dent von Ita­li­en, das Da­tum der Su­es­kri­se? Al­les Din­ge, die mir nicht im Kopf blei­ben wollen.

Lö­sung: “Es gibt nichts Gu­tes, au­ßer man tut es.” Das Ein­zi­ge, was wirk­lich hilft, ist die ak­ti­ve An­wen­dung. Nun denn: Bei ih­rem klan­des­ti­nen (sprich: heim­li­chen) Tref­fen, tausch­ten sie le­dig­lich wohl­fei­le (geist­lo­se, plat­te) Ar­gu­men­te aus. Jetzt sitzt es.