Selbstoptimierung gescheitert

Wie weit soll­te man ver­su­chen, das Le­ben zu op­ti­mie­ren? Und wann ist der Punkt ge­kom­men, an dem es reicht?

Ich habe mir vor Jah­ren ein Schnel­ler-Le­sen-Buch ge­kauft. Der Klap­pen­text ver­sprach, man kön­ne nach dem Durch­ar­bei­ten ra­scher le­sen und da­bei so­gar mehr In­for­ma­tio­nen auf­neh­men. Ne­ben Tipps und Übun­gen wur­de mir auch er­klärt, was vie­le Men­schen beim Le­sen grund­sätz­lich falsch machen.

Nach der Lek­tü­re der ers­ten Hälf­te war al­les schlim­mer als zu­vor: Stän­dig merk­te ich, wel­che Feh­ler ich seit der Grund­schu­le mit­schlep­pe (vor al­lem das lau­te Mit­le­sen im Kopf). Mei­ne Selb­st­op­ti­mie­rung war ge­schei­tert und ich be­schloss, ein­fach so wei­ter­zu­ma­chen wie bisher.

Im­mer­hin habe ich ein Hoch­schul­stu­di­um mit ei­ner Eins vor dem Kom­ma in Re­gel­stu­di­en­zeit ab­ge­schlos­sen. Ich den­ke, das dürf­te genügen.

Lö­sung: Et­was we­ni­ger nach­den­ken und nicht al­les auf Ef­fi­zi­enz trim­men, kann un­ge­mein ent­span­nen. Nicht alle Tipps las­sen sich von al­len Men­schen um­set­zen. Zeit spa­ren kann man an vie­len an­de­ren Stel­len, das fängt schon mit der Aus­wahl der Lek­tü­re an.