Spielplätze meiden, wann immer es geht

Ich mag kei­ne Spiel­plät­ze. Sie sind un­na­tür­lich, ge­fähr­lich und hem­men die Krea­ti­vi­tät der Klei­nen. Lan­ge­wei­le, Angst und Frust sind bei mir stets dabei.

Mei­ne zwei­jäh­ri­ge Toch­ter hat sich die Lip­pe an ei­nem Fe­der­tier auf­ge­schla­gen. Ge­ra­de noch saß sie un­be­küm­mert auf dem Ding, beim Ab­stei­gen (als ihr Ge­wicht auf dem Ge­rät plötz­lich fehl­te), gab es ei­nen mäch­ti­gen Rück­stoß. Sie muss­te schreck­lich wei­nen, auch et­was Blut lief ihr aus dem Mund.

Ich habe ge­tobt vor Wut. Wie kom­men Pla­ner auf die Idee, Ge­rä­te auf­zu­stel­len, die für klei­ne Men­schen un­be­re­chen­bar sind. Ein Klet­ter­ge­rüst aus Holz ist ehr­lich, es steht da und be­wegt sich nicht. Aber be­weg­li­che Tei­le, die En­er­gie spei­chern und die­se dann un­ver­mit­telt ab­feu­ern, sind aus mei­ner Sicht nicht zu verantworten.

Mein Kind hat­te Glück: We­der war ein (Milch-)Zahn her­aus­ge­schla­gen, noch die Nase ge­bro­chen. Aber bei­de Sze­na­ri­en wa­ren rea­lis­tisch. Ich bin der Mei­nung, dass die künst­li­chen Wel­ten die Fä­hig­kei­ten nicht be­för­dern, son­dern die Kin­der in Si­tua­tio­nen brin­gen, die sie nicht ein­schät­zen kön­nen. Als El­tern­teil ist man auch nicht bes­ser dran: Ent­we­der, man muss Hil­fe leis­ten oder ist zum Zu­schau­en verdammt.

Lö­sung: Ich möch­te nicht noch mehr Si­tua­tio­nen wie die oben be­schrie­be­ne er­le­ben müs­sen. In Zu­kunft wer­den wir Spiel­plät­ze mei­den und in den Wald ge­hen. Da steht man als El­tern nicht blöd her­um und die Kin­der ma­chen das, was ih­ren Fä­hig­kei­ten entspricht.