Einkaufswagenschlange

Kann man von ei­nem Su­per­markt­kun­den er­war­ten, dass er stra­te­gisch denkt? Ein Ge­dan­ke lässt mich beim Ein­le­gen der Mün­ze schon lan­ge nicht mehr los.

Ich habe mei­ne Ein­käu­fe im Auto ver­staut und brin­ge den Ein­kaufs­wa­gen zum Un­ter­stand. Dort sehe ich das ge­wohn­te Bild: Zwei Wa­gen­rei­hen schlän­geln sich bis auf die Fahr­spur des Park­plat­zes. Und in der drit­ten ste­hen ganz am Ende noch zwei ein­sa­me Körbe.

Nie­mand kommt nun mehr auf die Idee, sei­nen Wa­gen bis nach ganz hin­ten vor­zu­schie­ben, um die Si­tua­ti­on zu ent­span­nen. Denn dazu müss­te sie oder er rund 3,70 Me­ter wei­ter schie­ben. Oder gar die schie­fen Rei­hen bei­sei­te wuch­ten, was mit et­was Mühe ein­her­ge­hen würde.

Ich tue es trotz­dem und ver­su­che da­mit, die Welt ein biss­chen bes­ser zu ma­chen. Ob wohl noch je­mand auf die­ser Welt sich mit sol­chen Ge­dan­ken be­fasst? Bin ich viel­leicht doch ein biss­chen verschroben?

Pas­send zu die­sem Ge­dan­ken der Wo­che:
Ein Ge­dan­ken­schnip­sel aus der ge­mein­schaft­lich ge­nutz­ten Teeküche

Lö­sung: Es liegt auf der Hand, wie das Di­lem­ma zu ver­hin­dern ist: Wer kommt, nimmt den Wa­gen aus der längs­ten Schlan­ge; wer geht, schiebt den Wa­gen in die kürzeste.